Drupa Aussteller Software

und welche Rolle spielen sie für Druckdienstleister?

In Zeiten der digitalen Transformation ändert sich die IT Landschaft von Unternehmen. Druckunternehmer, die sich dem Thema stellen, müssen sich deshalb mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen, um richtige Entscheidungen zu treffen, wenn Sie beispielsweise in einen Webshop, in Web-To-Print oder ein MIS System investieren wollen.

In diesem Zusammenhang hört und liest man immer wieder von Cloud und SaaS. Leider werden diese Begriffe jedoch von unterschiedlichsten Quellen unterschiedlich verwendet und definiert – natürlich immer genau so, wie es gerade passt. Deshalb erscheint es wichtig, diese und weitere Begrifflichkeiten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und entsprechend abzugrenzen.

Was ist „die Cloud“?

Steve Jobs und Bill Gates haben bei ihrem legendären gemeinsamen Auftritt auf der D5 Konferenz die „Cloud“ als Synonym für das Internet, Web und auch Cloud-Computing verwendet, ein Begriff, der damals nur in der Netzwerktechnik bekannt war. (siehe https://t3n.de/news/cloud-buzzwords-575602/)

Als Cloud verstand man in der IT schon sehr lange Rechnernetze, deren Inhalt unbedeutend oder unbekannt ist (vgl. Wikipedia). Seit Ende der neunziger Jahre wurde die Cloud vor allem durch die Nutzung des Internets technisch umgesetzt. Cloud ist eine IT Infrastruktur, die Speicherplatz, Rechenleistung und Anwendungssoftware über Computernetze, respektive das Internet bereitstellt, ohne dass dafür eine lokale Installation notwendig ist.

Public Cloud und Private Cloud

Eine Cloud wird verschieden bereitgestellt. Zwei wesentliche Formen sind die Public Cloud und die Private Cloud. Die Public Cloud richtet sich an die Öffentlichkeit und stellt Kunden über das Internet IT-Infrastruktur gegen Bezahlmodelle zur Verfügung. Die private Cloud ist dagegen eine IT-Infrastruktur, die nur von einer Organisation betrieben wird, und die entweder durch eigene IT oder durch Dritte bereitgestellt wird.

Druckereibetriebe, die die Cloud nutzen, können also ihre IT Infrastruktur in die Public Cloud transferieren oder aber eine eigene private Cloud betreiben.

Pro und Contra

Für die Public Cloud spricht die Flexibilität und die dynamische Skalierung der Services. Relativ leicht kann ein Rechenzentrum neuen Speicherplatz oder mehr Arbeitsspeicher bereitstellen.

Nachteil hingegen ist das Risiko der Datenhaltung. Eine „Public“ Cloud ist eben öffentlich, und so besteht ein höheres Angriffsrisiko für bereitgestellte „Public“ Server. Oft ist auch der Standort der Rechnersysteme in der Public Cloud nicht offensichtlich und nicht kontrollierbar, so dass Datenschutzbedingungen nicht unbedingt sichergestellt sind. Und das sind wiederum die Vorteile einer Private Cloud, die nur für den eigenen Betrieb eingerichtet ist.

Die Hybrid Cloud

Interessant sind auch sogenannte Hybrid Clouds. Das bedeutet, dass ein Teil der Anwendung als Private Cloud abgesichert nur für einen bestimmten Nutzerkreis bereitgestellt wird und ein anderer Teil ist in der Private Cloud. So kann der Shop beispielsweise in einer Public Cloud gehostet sein, während das ERP/MIS System in einer Privat Cloud bereit steht.

Was ist SaaS?

Beim Begriff SaaS geht es weniger um die IT Infrastruktur, sondern mehr um eine Anwendung, die in der Cloud bereitgestellt wird. Es handelt sich um eine Dienstleistung, die Software bereitstellt, also „Software-as-a-Service“. Dieser Service wird den Anwendern als Geschäftsmodell angeboten. Die Bezahlung erfolgt hauptsächlich über eine fixe Nutzungsgebühr oder über dynamische Berechnung, beispielsweise in Abhängigkeit von der Nutzung. In der SaaS Gebühr sind in der Regel alle Leistungen für die Bereitstellung der Software in der Cloud, für die Software-Nutzung selbst und für die Softwarepflege enthalten.

Bei einem SaaS System arbeiten alle Anwender jeweils als Mandant in einem gesharten System, und betreiben so Ihren Shop oder ihr ERP System.

Technisch gesehen wird bei einem SaaS-Modell  eine Anwendung vielen Mandanten in einem System verfügbar gemacht. Wenn ein MIS als SaaS bereitgestellt wird, bedeutet das also, dass alle Druckereien auf einem System arbeiten, das Sie per Login erreichen und nutzen. Durch den Login wird gewährleistet, dass man in seinem Bereich und in seiner eigenen Datenbank arbeitet. Da es sich immer um die gleiche Anwendung handelt, sind individuelle Anpassungen für die Mandanten nur sehr bedingt möglich. Und Updates werden in der Regel über alle Mandanten hinweg durchgeführt, ohne, dass der Nutzer darauf Einfluss nehmen kann.

Vorteile eines SaaS Systems sind

  • der günstige Preis, da nur ein Public Cloud System und eine Software für alle verwendet werden,
  • dass Updates und Releases automatisch erfolgen und
  • dass alle Nutzer von allen Funktionserweiterungen automatisch profitieren.

Nachteile hingegen sind,

  • dass das System Sicherheitstechnisch in der Public Cloud betrieben wird,
  • dass individuelle Anpassungen an das eigene System nur schwer umzusetzen sind,
  • und dass nur die Funktionen neu bereitgestellt werden, die der Anbieter als sinnvoll erachtet.

Und ASP?

Ein etwas älteres Dienstleistungskonzept ist das sogenannte „Application-Service-Providing“, ASP, also auch die Bereitstellung von Applikationen als Dienstleistung. Oft werden SaaS und ASP als Synonym betrachtet, dem die IT Experten aber wiedersprechen. Der Unterschied besteht nämlich in der technischen Umsetzung der Bereitstellung.

Bei einem ASP wird jedem Shop- oder ERP Betreiber eine individuelle Anwendung bereitgestellt, die sehr gut an individuelle Anforderungen angepasst werden kann.

Bei einem ASP Modell liegt der Fokus mehr auf der individuellen Anwendung. Das bedeutet, der Anbieter stellt jedem seiner Kunden eine eigene Anwendung in der Cloud, egal ob Public oder Private, bereit. Die Anwendung läuft dann als separate Lösung auf einem Server, egal ob es sich dabei um eine individuelle Hardware oder um ein virtualisiertes System handelt.

Vorteil der ASP Lösung ist die

  • transparentere Sicherheitsstruktur
  • die flexiblere Pflege
  • sehr hohe Flexibilität bei individuellen Anpassungen

Klassisches „On-Premise“

Wenn Software nicht über Gebühren für die Bereitstellung (SaaS, ASP) genutzt, sondern als Nutzungslizenz gekauft, bilanziert und abgeschrieben wird, handelt es sich bei serverbasierten Systemen um ein „On-Premise“ Modell. Optional kann die Software bei On-Premise gemietet oder geleast werden. Damit die Software immer up-to-date ist, wird in der Regel mit dem Software-Hersteller ein Vertrag für Software-Wartung abgeschlossen, was bei SaaS und ASP in der Gesamtgebühr enthalten ist. Der Käufer der Software hat die komplette Verfügungsgewalt und bestimmt, wo und wie die Software betrieben wird. Sie kann auf einem eigenen System im Haus betrieben oder in einem Rechenzentrum gehostet werden. Oder der Software-Hersteller hostet die Software für den Kunden. Der Lizenzkauf, die Wartung und das Hosting sind voneinander losgelöste Leistungen.
Vorteile für On-Premise Lösungen sind die Unabhängigkeit vom Software-Lieferant und das Eigentum. Oft wird behauptet, dass On-Premise Lösungen zwar flexibel, aber schlecht udate-fähig seien und die Software sich dadurch nicht weiterentwickelt. Das muss aber nicht sein, denn egal ob SaaS oder On-Premise, kann das System in der Cloud betrieben werden, egal ob als eigene Anwendung oder als Mandant. Und eine gute Software Architektur zusammen mit einem strukturierten Update-Prozess gewährleistet auch die Update-Fähigkeit von individuellen Systemen.

Welche Lösung bietet Obility?

Die E-Business Print Plattform von Obility ist flexibel nutzbar und die Betriebsart ist keinen Beschränkungen unterworfen. Passend zu den genutzten Produkten und Modulen, der geplanten Nutzerzahl, der benötigten Performance, dem Sicherheitsanspruch und dem Investitionskonzept wird Obility für jeden Anwender optimal bereitgestellt.

Egal ob MIS/ERP, Print-Shopsystem, Web-To-Print, API Anwendung oder Procurement-System kann Obility als SaaS/ASP Variante „gemietet“ werden, oder die Lizenzen werden als On-Premise Variante gekauft. In diesem Fall entscheidet der Anwender selbst, wie seine Obility Plattform in der Cloud bereitsteht und wer den IT Betrieb vornimmt – Obility, ein beauftragtes Rechenzentrum oder die eigene IT.

Obility stellt eine äußerst flexible Software-Architektur bereit, die von Anfang an darauf ausgerichtet war, das höchste Maß an Kundenorientierung zu gewährleisten. So können auch in einem SaaS Konzept individuelle Anpassungen vorgenommen werden, und die Update-Fähigkeit der genutzten Standard Funktionen bleibt erhalten. Auch der „Umzug“ eines SaaS Mandanten oder einer ASP Anwendung auf einen eigenen Server ist ohne hohe Kosten möglich. Das bedeutet für die Anwender höchste Investitionssicherheit.

Obility stellt mit seinem „n-Server Konzept“ auch eine Hybrid-Cloud zur Verfügung. So kann das MIS/ERP2 System beispielsweise in einer geschützten Private Cloud genutzt werden, während die Kunden- und Lieferanten Portale und die Print Shops in der Public Cloud bereitgestellt werden. Die öffentlichen Anwendungen können keine Daten selbstständig an den internen Server übertragen, sondern es werden Datentickets bereitgestellt, die der interne Server abholt. So bleibt der ERP/MIS Server hinter einer Firewall geschützt und dennoch sind Partner, Kunden und Lieferanten nahtlos eingebunden.