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Wie verbessern Sie die Usability und User Experience in Ihrem Online Print Shop?

Viele Druckereien setzen beim Thema Kundensichtbarkeit auf Online-Shops. Denn was könnte es Bequemeres geben, als von zu Hause oder vom Bürostuhl aus ohne großen Aufwand seine Printprodukte zu bestellen. Aber bei der Auswahl an Web-To-Print Software fängt das Problem schon an und zieht sich weiter über die Benutzerfreundlichkeit (Usability) der Online Print Shops, denn womit stellt man seine Nutzer zufrieden?

Um das kurz vorweg geklärt zu haben, eine gute User Experience (UX) kann nur aus einer guten Usability entstehen. Während die Usability zeigt, wie effizient User eine Webseite nutzen können und auch dafür sorgt, dass diese zufrieden sind, geht die User Experience noch einen Schritt weiter. Eine gute UX erfüllt nicht nur die Erwartungen des Nutzers, sondern übertrifft sie noch.

Was alles beachtet werden sollte, um die Shop-Seite für Interessenten attraktiv zu machen, haben wir für Sie hier zusammengefasst.

Allgemeine Hinweise, was gute Benutzererfahrung ausmacht

Zuallererst geht es bei UX darum, die Bedürfnisse der Menschen zu berücksichtigen. Daher ist es wichtig, ihren Besucher so gut wie möglich zu kennen. Dazu gibt es gute Artikel, wie Sie mehr über Ihre User herausfinden.

Zum Beispiel hier:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/persona/
https://www.netspirits.de/blog/personas-erstellen/

Grundlage einer guten User Experience auf E-Commerce-Seiten

Es reicht nicht mehr aus, die niedrigsten Preise oder die besten Produkte anzubieten. Sie müssen dem einzelnen Besucher ein persönliches Einkaufserlebnis bieten.

Diese Punkte sollten Sie auf jeden Fall abhaken können:

√ Übersichtlichkeit, alles leicht auffindbar
√ Einfachheit/intuitive Handhabung
√ Reibungsloser Ablauf: je mehr Schritte, desto mehr Gelegenheiten, dass die Benutzer aus dem Prozess aussteigen.
√ Hohe Ladegeschwindigkeit
Das Design sollte unverkennbar sein, ohne die E-Commerce-Seite zu überschatten
Attraktive Produktpräsentation
√ Sicherheit der Benutzerdaten
√ Bewertungen (an prominenter Stelle) anzeigen, um Vertrauen aufzubauen (aktiv nach Feedback fragen)
√ Einfache Zahlungsabwicklung
√ Vielfältige Paymentmöglichkeiten. Laut Berichten erwarten 56 % von Online-Shop Usern eine Vielzahl von Zahlungsmöglichkeiten auf der Checkout-Seite. Bieten Sie daher mehrere Zahlungsmethoden an (z. B. Debit- oder Kreditkarte, Apple Pay, PayPal).
√ Responsive Design
√ Im B2C-Shop Gastbestellung zulassen
√ Schnittstellen zu Versanddienstleistern
√ Schnittstellen zu Payment-Anbietern

Worauf Sie auch achten sollten

  • Im Bearbeitungsmodus ist nicht klar, welche Schritte noch bis zur Bestellbestätigung erfolgen
  • Kacheln haben keine passenden Bilder
  • Warenkorb leert sich, bleibt nicht aktuell (von einem auf den anderen Tag oder bei neuem Tab)
  • Kein persönlicher Kontakt erkennbar
  • 60 % der Online-Shopper verlassen ihre Einkaufswagen wegen unerwarteter Mehrkosten (Baymard Institute), wie z. B. Versandkosten, Steuern und andere Gebühren.

Bieten Sie Ihrem Kunden die Möglichkeit, seine Ideen unkompliziert und zügig umzusetzen, damit punktet Ihr E-Commerce Geschäft.

Doch welche zusätzlichen Herausforderungen gibt es für die UX bei Online Print Shops?

Je nach Druckerei gibt es unzählige zu bedruckende Produkte:

  • Werbeartikel, z. B. Kugelschreiber, Büroartikel, Tassen
  • Geschenkartikel
  • Heftungen, Zeitschriften, Bücher
  • Kleidung, z. B. T-Shirts, Hoodies, Caps
  • Flyer, Plakate, Banner auf unterschiedlichsten Bedruckstoffen
  • Karten, wie z.B. Einladungs-, Hochzeits-, Trauerkarten

und vieles, vieles mehr.

Allein der Umfang zeigt, dass es Sinn macht, die Seite speziell auf die Drucksachen anzupassen. Bei einem T-Shirt-Shop mit individuellen Aufdrucken ist bei der Konzeption weit weniger zu beachten als bei einem Shop mit Broschüren- oder Bücher-Layouts. Je mehr Auswahlkriterien man den Kunden anbieten möchte, desto komplexer die Konfiguration. Umso wichtiger ist hier das Beibehalten von Übersicht und einfacher Handhabung.

Passen Sie Ihre Print-Funktionen Ihrem Geschäftsmodell an

Möchte ein Print-Shop seine User begeistern, macht es Sinn, spezielle Zusatzfunktionen für den Druck zu bieten.

Das kann ein Preiskonfigurator und -kalkulator mit anschließendem Datenupload sein, also die typische Funktionalität einer Internetdruckerei, oder ein Web-To-Print Werkzeug zum Editieren von Druckdesign-Templates oder zum individuellen Gestalten von Druckmotiven. Zu guter Letzt gibt es auch die Kombination beider Funktionen.

Der Druckkalkulator sollte einfach und verständlich sein. Leider denken Fachleute immer, es muss alles abgebildet werden was geht. Das verkompliziert aber den Prozess für den nichtversierten Nutzer und führt oft zu einem Abbruch. Viel zu oft will der Shopbesitzer komplizierte technische Fragen beantwortet haben, um anschließend seine Produktionsprozesse zu optimieren. Das überfordert oft nicht nur den unwissenden B2C-Kunden sondern auch manch erfahrene B2B-Anwender. Lieber verzichtet man auf komplizierte Zusatzfunktionen, das führt zu mehr Kundenakzeptanz. Wenn Produkteigenschaften abgefragt werden, sollten diese auch erklärt werden und außerdem sind Datenblätter zum Download zu einzelnen Artikeln sinnvoll, beispielsweise die Vorgaben zu den Druckdaten.

Diese könnte man über ein Info-Icon oder -Button zu Verfügung stellen.

Infobutton im Online Print Shop

So könnten hilfreiche Info-Buttons im Editierbereich des Printshops aussehen.

Prinzipiell gilt: Preise müssen schnell dargestellt werden, am besten in Form von Staffelpreisen. Und die Versandkosten sollten frühzeitig automatisch mit errechnet und gut sichtbar auf der Seite ausgewiesen werden. Ein ganz wichtiges Kriterium ist eine sich mit jeder weiteren Eingabe aktualisierende Preisangabe. Kunden lieben es, wenn sie wissen, woran sie sind.

Im B2B-Bereich ist es häufig so, dass die Nutzer bei Ihrer Druckerei bestellen wollen, aber die Druckdaten noch nicht fertig sind. Für solche Fälle ist es ein immenser Mehrwert, wenn Sie neben dem direkten Upload der Druckdaten auch die Möglichkeit geben, diese nachträglich hochzuladen. Im besten Fall kann der User sogar ein Upload-Datum eingeben – z. B. mit einem fixierten Ultimo. Als Krönung sollte das System automatisch generierte Erinnerungsmails versenden können, die dem Kunden direkt einen Link zum Datenupload mitschicken.

Das Thema „Online Überprüfung von Druckdaten“ ist heikel. Druckereimitarbeiter in der Vorstufe wünschen sich einen automatischen Datencheck, der dem User gleich nach dem Upload anzeigt, ob seine Daten in Ordnung sind. Aber das kann zu dem unerwünschten Nebeneffekt führen, dass der User die Bestellung abbricht und auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Deshalb kann es auch besser sein, die Daten so anzunehmen, wie sie kommen, und inhouse die Prüfung durchzuführen – und nur bei Bedarf direkt auf den Kunden zuzugehen, per Mail oder sogar per Telefon. Ein solcher Service wird vom Kunden sehr wohlwollend aufgenommen.

 Zu was sollte ein Print Shop also zusätzlich in der Lage sein?

  • Flexible Design-Möglichkeiten
  • Daten-Check nach Druckdatenannahme
  • Preise kalkulieren können
  • Automatisierte Kundenkommunikation
  • Der Editor sollte so viele Funktionen wie nötig und so wenig wie möglich haben, damit es übersichtlich bleibt
Preis wird der Mengenauswahl sofort angepasst

Nicht bei allen Anbietern ist ein Datencheck im Print-Shop vorhanden. Auf Kundenwunsch haben wir hier diesen Zusatz dazuprogrammiert.

Kundenservice großschreiben

Natürlich bedeutet ein besserer Kundenservice erst einmal Mehrarbeit und Mehrkosten für den Web-Shop. Aber vertrauen Sie darauf – es wird sich lohnen und den Umsatz steigern.

Immer noch nicht überzeugt?

Das bringt Ihnen eine gute Usability und User Experience

  • subjektive Qualitätssteigerung Ihrer Produkte
  • Vermittlung von Vertrauen und Seriosität in Ihre Produkte
  • Geringere Kosten im First-Level-Support
  • neue Nutzer durch persönliche Weiterempfehlung
  • Steigerung der Kaufbereitschaft oder Konversion
  • Verminderung der Absprungrate
  • Akzeptanz höherer Preise im Vergleich zum Wettbewerber (Quelle: https://fokus-ux.de/usability-user-experience)

Um sicher zu gehen, wie Ihre Seite im Bereich Usability und UX performt, ist es sinnvoll, Ihre Nutzer und/oder Spezialisten in diesem Bereich zu befragen, die auch über virtuelles Eye-Tracking das User-Verhalten auslesen können und aufgrund dessen ein Navigationskonzept bzw. eine Informationsarchitektur vorschlagen können.

Überraschung und Freude müssen das gewünschte Ergebnis sein.

Welche Möglichkeiten bietet Obility?

Wenn Sie wissen möchten, welche Mehrwerte Sie Ihren Kunden mit Obility bieten können, schreiben Sie uns gerne.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Casestudy: Web-To-Print Software für Broschüren-Gestaltung auf unserer Seite PRINTMAKER und im Obility Live Mitschnitt   Ihr Kunde kann viel mehr – Designer Pro „Mit neuen Online Services mehr Kunden erreichen“