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Voneinander lernen, miteinander profitieren

Das ist unser stetes Motto des Obility Insight, welches dieses Jahr am 18. Juni in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz stattfand. Unser Branchen- und Anwendertreffen brachte Kunden, Partner und Branchenexperten zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen der Druckindustrie, konkrete Digitalisierungserfahrungen und neue Geschäftsperspektiven zu sprechen.

Für uns bei Obility ist das Insight mehr als eine Informationsveranstaltung. Es ist vor allem ein Ort für Erfahrungsaustausch, Diskussion und gemeinsames Weiterdenken. Denn die Digitalisierung der Druckindustrie lässt sich nicht allein durch Software lösen. Sie braucht Menschen, Ideen und den Mut, bestehende Prozesse zu hinterfragen.

Digitalisierung bedeutet mehr als einen digitalen Shop

In seiner Begrüßung machte Frank Siegel, Mitglied der Geschäftsleitung der Obility GmbH, deutlich, worum es beim Thema Digitalisierung aus unserer Sicht geht: Arbeitsschritte automatisieren, Prozesse miteinander verbinden und Daten ohne Barrieren zwischen den beteiligten Systemen fließen lassen. Genau hier liegt eine der großen Chancen für Druck- und Mediendienstleister. Werden manuelle Routinen automatisiert und Auftragsdurchlaufzeiten verkürzt, entsteht Zeit. Diese Zeit kann wiederum genutzt werden, um Prozesse weiterzuentwickeln, neue Services aufzubauen und das eigene Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

Digitalisierung ist damit kein Selbstzweck. Sie soll Freiräume schaffen für effizientere Abläufe, neue Geschäftsmodelle und mehr Kundennutzen.

Praxisberichte aus der Community

Vom Druckbetrieb zum Dienstleister: Schwall Medien zeigt, wie neue Services entstehen

Wie aus dieser Idee konkrete Geschäftsmöglichkeiten entstehen können, zeigte Tobias Schwall, Geschäftsführer der Schwall Medien GmbH aus Rheinstetten, gemeinsam mit Projektleiter John Haag.

Das klassische Druckgeschäft ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens. Gleichzeitig hat Schwall Medien bereits seit mehreren Jahren die Werbetechnik als weiteres Standbein aufgebaut. Mit der Gründung von Schwall Service Solution ging das Unternehmen noch einen Schritt weiter: Statt ausschließlich Druckprodukte anzubieten, werden konkrete Probleme der Kunden gelöst.

Ein Beispiel sind Ladesäulen verschiedener Energieversorger. Was zunächst mit der Folierung der Stationen begann, wurde um deren Reinigung und die Pflege der Umgebung erweitert. Heute betreut das Unternehmen mit einem Netzwerk von rund 80 qualifizierten Mitarbeitenden tausende Ladestationen – auch außerhalb Deutschlands.

Der entscheidende Gedanke dahinter: Nicht das Druckprodukt steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, welchen Service der Kunde tatsächlich benötigt.

Obility als Rückgrat der Prozesse

Parallel dazu wurde Obility bei Schwall Medien Schritt für Schritt zum Rückgrat der internen Abläufe. Drei bislang getrennte Kalkulationssysteme wurden in Obility standardisiert. Hinzu kamen Closed Shops für Kunden sowie die Integration der Lager- und Materialwirtschaft.

Das Ergebnis sind unter anderem schnellere Angebotserstellung, bessere Auslastungsplanung, transparentere Produktionsprozesse und optimierte Einkaufsprozesse.

Die nächsten Schritte sind bereits definiert: Ein offener Shop soll Angebote für Interessenten noch greifbarer machen, eine digitale Plantafel die Wertschöpfungskette koordinieren und der Automatisierungsgrad weiter steigen.

Das Ziel dahinter ist klar: Aufträge wirtschaftlicher und schneller abwickeln und gleichzeitig neue Leistungen trotz Fachkräftemangel skalierbar machen.

Wenn Daten und Print zusammenfinden: TRAFFIC media Group

Auch die TRAFFIC media Group aus Braunschweig zeigte beim Obility Insight, wie sich neue Geschäftsfelder aus Kundenanforderungen entwickeln können. Der Full-Service-Anbieter verbindet heute vier Geschäftsbereiche: Dokumentenmanagement, Direktmarketing, IT-Services und Fulfillment. Der Impuls für ein neues Geschäftsmodell entstand gemeinsam mit einem Kunden und der Frage, wie sich der Umsatz eines bekannten Produkts steigern lässt. Die Idee: personalisierte Verpackungen für merci-Schokolade, die Kunden über einen Online-Shop individuell gestalten können. Damit waren allerdings auch neue Anforderungen verbunden. TRAFFIC musste unter anderem eine Food- und Kühllogistik aufbauen und die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Lieferungen sicherstellen. Aus einem einzelnen Projekt entstand so ein neues Geschäftsfeld, das inzwischen auch auf andere Produkte und Hersteller übertragen wird.

Von B2B zu B2C – mit durchgängigen Prozessen

Für TRAFFIC bedeutete das Projekt gleichzeitig den Einstieg in das B2C-Geschäft. Kunden erwarten dort andere Dinge als im klassischen B2B-Geschäft – insbesondere kurze Reaktionszeiten und eine möglichst einfache Bestellung.

Der offene Shop wurde entsprechend um zusätzliche Services erweitert. Personalisierung, Grußkarten und Geschenkverpackungen lassen sich heute mit wenigen Klicks kombinieren.

Auch bei TRAFFIC übernimmt Obility dabei eine zentrale Rolle: Daten aus eigenen Shops, Fremd-Shops und angebundenen Systemen laufen in der Plattform zusammen. Mitarbeitende können dadurch den aktuellen Auftragsstatus einsehen, während Arbeitsfortschritte automatisch an angebundene Systeme zurückgemeldet werden.

Das Ziel für die Zukunft ist konsequent: Möglichst viele Prozesse sollen automatisch laufen – und Obility soll nur noch dann Aufmerksamkeit erfordern, wenn tatsächlich eine Fehlermeldung auftritt.

Die dadurch gewonnene Zeit kann wiederum in neue Projekte und Geschäftsideen fließen.

Die Druckindustrie steht vor großen Veränderungen

Dass Digitalisierung inzwischen zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Branche gehört, zeigte auch der Vortrag von Bernhard Niemela, Chefredakteur von Deutscher Drucker und print.de.

Seine Botschaft war trotz aller Herausforderungen positiv: Die große Produktvielfalt der Druckindustrie bietet weiterhin zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Dabei verändern sich allerdings die Anforderungen. Digitale Workflows, Web-to-Print und die Optimierung von Einkaufsprozessen gehören zu den zentralen Digitalisierungsthemen der Branche.

Ein Gedanke aus dem Vortrag passt besonders gut zu den Erfahrungen unserer Kunden: Wer Daten und Prozesse beherrscht, schafft die Grundlage für neue Services und Geschäftsmodelle.

Genau deshalb betrachten wir Digitalisierung bei Obility nicht isoliert. Ein Shop allein macht noch keinen digitalen Prozess. Entscheidend ist, was dahinter passiert: Kalkulation, Auftragserfassung, Produktion, Lager, Kommunikation, Versand und die Anbindung weiterer Systeme müssen zusammenspielen.

Was gibt es Neues bei Obility?

Jens Reifenberger stellte unter anderem die neuen Möglichkeiten unseres integrierten Closed-Shop-Systems mit dem weiterentwickelten Web-to-Print Editor vor. Unser Ziel ist dabei, die bewährten Funktionen des B2B-Portals konsequent weiterzuentwickeln und Prozesse für Kunden und Anwender noch effizienter zu gestalten.

Das System basiert auf einem B2B-Stammkundenportal mit Angular-Frontend und API-Anbindung.Es bietet Login, Selbstregistrierung, Mehrsprachigkeit und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.Das Portal integriert cXML-PunchOut für externe Einkaufsplattformen.

Marcus Silber, Leiter unseres Produkt-Managements, gab außerdem Einblicke in neue Funktionen unseres Print-ERP. Dazu gehört auch der Bestellassistent als erste KI-Anwendung in Obility. Die Geschwindigkeit unserer Weiterentwicklung zeigt sich auch an einer beeindruckenden Zahl: Allein in den vergangenen Monaten wurden rund 2.000 Änderungen und Erweiterungen umgesetzt. Auch beim Thema Sicherheit setzt Obility neue Maßstäbe: Durch die Integration von OAuth2 für den Mailversand und die Archivierung wird die Kommunikation zuverlässig geschützt. Zudem sorgt die Einführung der 2-Faktor-Authentifizierung (TOTP) für ein Höchstmaß an Zugriffs- und Datensicherheit für Anwender sowie Mitarbeiter

Der Obility Orbit: Digitalisierung funktioniert nicht als Insellösung

Ein weiterer Bestandteil des Insight 2026 war unser Obility Orbit.

Denn auch wenn Obility bereits zahlreiche Prozesse innerhalb eines Druck- und Mediendienstleisters abbilden kann, muss eine moderne Business-Automation-Plattform offen für weitere Lösungen sein.

Beim Insight präsentierten deshalb auch unsere Industriepartner ihre Lösungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Mit dabei waren unter anderem ConceptiK, HORIZON, Impressed, ITA-Systeme, MOTIONCUTTER, prinder, Professional Management und die We.Love.Print-Initiative.

Der Austausch mit unseren Partnern ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung. Über Schnittstellen lassen sich spezialisierte Lösungen miteinander verbinden und in durchgängige Prozesse integrieren.

Unser Anspruch ist nicht, alles selbst machen zu müssen. Unser Anspruch ist, dass die Systeme unserer Kunden möglichst gut zusammenspielen.

Austausch, Diskussion und Networking

Neben den Vorträgen und Produktneuheiten blieb beim Obility Insight 2026 ausreichend Raum für persönliche Gespräche.

Ein besonderer Programmpunkt war die Podiumsdiskussion „Wie verdiene ich morgen mit Druck noch Geld?“, moderiert von Luca Rieser von Obility. Gemeinsam mit Peter Camp von TRAFFIC media Group, Jörg Scheffler von MOTIONCUTTER, Tim Grunewald von Grunewald Digital- und Printmedien und John Haag von Schwall Medien wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft der Branche diskutiert.

Abgerundet wurde der Tag durch das traditionelle Networking-Dinner.

Denn Netzwerken ist für uns der Kern des Obility Insight: Nicht nur zuhören, sondern miteinander ins Gespräch kommen. Erfahrungen teilen. Fragen stellen. Andere Perspektiven kennenlernen. Und gemeinsam neue Ideen entwickeln.

Unser Fazit: Zukunft entsteht gemeinsam

Das Obility Insight 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Wege in die Zukunft der Druckindustrie sein können.

Schwall Medien nutzt Digitalisierung, um aus einem Druckbetrieb einen umfassenderen Dienstleister zu entwickeln. TRAFFIC media Group erschließt mit personalisierten Produkten, E-Commerce und Fulfillment neue Geschäftsfelder. Andere Unternehmen stehen an ganz anderen Punkten ihrer Digitalisierung.

Eines verbindet diese Beispiele: Digitalisierung beginnt nicht bei einer einzelnen Softwarefunktion. Sie beginnt mit der Frage, wie ein Unternehmen künftig arbeiten und welchen Mehrwert es seinen Kunden bieten möchte.

Obility schafft dafür die technologische Grundlage – als offene Business-Automation-Plattform, die Prozesse verbindet, Daten zusammenführt und sich an neue Anforderungen anpassen lässt.

Und wir sind überzeugt: Die besten Lösungen entstehen nicht im Alleingang.

Deshalb bleibt unser Motto auch über das Obility Insight 2026 hinaus aktuell:
Voneinander lernen, miteinander profitieren … und gemeinsam die Zukunft gestalten.

Wir freuen uns schon auf das nächste Obility Insight.

Save the Date: Obility Insight 2027

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Branchentreffen!

Obility Insight 2027 findet am 03. Juni 2027 statt. Merken Sie sich den Termin gerne schon vor – wir versprechen wieder spannende Impulse, Praxisberichte und jede Menge Gelegenheit zum Netzwerken.