Rückblick auf unser Anwendertreffen 2017

Wie Druckdienstleister die Digitale Transformation meistern

Unser Obility-Anwendertreffen 2017 spannte thematisch einen weiten Bogen rund um die vielen Facetten der digitalen Transformation in der Druckbranche.

Auditorium Anwendertreffen 2017

Unter dem Motto „Voneinander lernen, miteinander profitieren“ deckten wir am 1. und 2. Juni in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz ein ausgesprochen breites Themenspektrum rund um die digitale Transformation in der Druckbranche ab. Höhepunkte der eineinhalbtägigen Veranstaltung waren die Praxisberichte von NINO-Druck zu den Erfahrungen mit Web-to-Print und von mediaprint mauthe kalender Verlag zur Auftragsabwicklung im B2B-Umfeld mit dem Smart MIS Obility. Gespannt verfolgten die etwa 80 Teilnehmer auch die Präsentationen zu juristischen Fallstricken rund um die Online-Präsenz, zu den Folgen der umfassenden Digitalisierung aller unserer Lebensbereiche, sowie die Möglichkeiten cloudbasierter Datenprüfung und -korrektur für Druckereien. Positiv kamen bei den Besuchern auch die Vorträge an, die aufzeigten, welche Möglichkeiten es gibt, die digitale Transformation mit einem effizienten Projektmanagement zu steuern und welche enorme Bedeutung eine positive Nutzererfahrung für den Erfolg von Online-Shops hat. Last but not least zeigte Chili Publish-CEO Kevin Goeminne auf, wie der Online-Editor Chili Publisher die Möglichkeit von Obility erweitern kann. Außerdem stellten wir die neuesten Funktionen unserer E-Business-Lösung vor und gaben Einblicke in unsere aktuellen Entwicklungen.

„Die Digitalisierung ist derzeit wohl die größte Herausforderung für die Druckbranche. Das haben wir schon auf dem letzten Anwendertreffen vor zwei Jahren festgehalten, und daran hat sich nichts geändert“, bekommen unsere Teilnehmer in der Begrüßung zu hören. Generell ist der digitale Transformationsprozess in weiten Bereichen unseres Lebens sichtbar geworden. Wer hat beispielsweise noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten, dass sich Filmhersteller wie Agfa und Kodak eines Tages aus der Fotoindustrie verabschieden, Apple der größte Musikanbieter werden, Google Werbung machen und Facebook eine Banklizenz bekommen würden?

„Die heute größte Akzidenzdruckerei wurde erst 2002 von einem branchenfremden Newcomer gegründet. Das allein zeigt: Der digitale Transformationsprozess macht auch vor der Druckindustrie nicht Halt. Diejenigen, die mit Obility zusammenarbeiten und am Anwendertreffen teilnehmen, haben den Weg in ihre digitale Zukunft schon beschritten.“ davon sind wir überzeugt. Hersteller digitaler Lösungen und Druckdienstleister können und müssen dabei Hand in Hand arbeiten. Deshalb hat unser Unternehmen für diese Veranstaltung auch das Motto „Voneinander lernen, miteinander profitieren“ gewählt.

Beim Networking auf dem Obility Anwendertreffen 2017

Ein wichtiger Part auf dem Obility Anwendertreffen: Der gemeinsame Austausch.

Etliche nützliche Informationen für den Alltag im Online-Business

Schlag auf Schlag lieferten die Referenten nützliche Tipps für Online-Drucker. Zum Beispiel brachte Dr. Martin Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte aus Berlin die Teilnehmer mit seiner Präsentation „Alles, was Recht ist im Online-Shop“ in Sachen Allgemeine Geschäftsbedingungen und Abmahnungen zum Nachdenken. „AGBs sind für Online-Drucker nicht zwingend, aber sehr sinnvoll“, räumte der Jurist Zweifel aus, ob sich Shop-Betreiber mit dem Thema auseinandersetzen sollten, und unterstrich die Notwendigkeit des Double-Opt-In-Verfahrens: „Werbung per E-Mail ist nur zulässig, wenn ausdrückliche Einwilligungen der Empfänger vorliegen.“ Ansonsten riskierten Online-Drucker, zum Spielball von Rechtsanwaltskanzleien zu werden, die sich auf das Thema Abmahnungen spezialisiert haben und damit gewaltig Reibach machen.

Und während Prof. Dr. Bernhard Kölmel seine Zuhörer mit einem Ausblick darauf fesselte, wie sehr sich der technische Fortschritt in den kommenden Jahren noch beschleunigen wird, gab Jan Wambach von der Werbeagentur Eberle & Wollweber Communications den Teilnehmern die sieben Regeln positiver Nutzererfahrung in Online-Shops an die Hand. „Kunden müssen auf den ersten Blick erkennen können, warum sie gerade in diesem Shop kaufen sollen“, so einer seiner Hinweise. Und er trug die zehn häufigsten ‚E-Commerce-Fehler’ vor, denen das Online-Business letztlich eine durchschnittliche Abbruchrate von knapp 70 % verdankt.

Torsten Hertel und Dirk Simanek von T.HE Consulting präsentierten die komfortablen Möglichkeiten der cloudbasierten PDF-Datenprüfung mit vollautomatischer Datenkorrektur über ihr neues Portal mypreflight.cloud. Dieses wurde explizit für Betreiber von Online-Shops entwickelt, die auf Obility basieren. „Wir haben mypreflight.cloud für Druckdienstleister entwickelt, die sich hohe Investitionen in dedizierte Lösungen für die Überprüfung von Druckdaten ersparen wollen oder nicht leisten können“, betonte Simanek, dass die Lösung für Druckereien jeder Größe gedacht ist. Letztlich sind in dieses Portal die Erfahrungen eingeflossen, die ein großer Online-Drucker bei täglich tausenden Druckjobs in der Datenprüfung und -korrektur gesammelt hat. Anlässlich des Obility-Anwendertreffens ging mypreflight.cloud Anfang Juni an den Start. Siegel: „Wir sprechen hier über die Vorteile vernetzter Systeme in der Druckproduktion. Das Zusammenspiel von mypreflight.cloud mit Obility ist dafür ein ideales Beispiel.“

Aus der Praxis

NINO-Druck habe viel lernen müssen, schrieb Geschäftsführer Marcus Kalle den Teilnehmern des Anwendertreffens ins Stammbuch, dass der digitale Transformationsprozess seinem Unternehmen nicht in den Schoß gefallen sei. „Heute sind wir nicht mehr nur der Drucker, sondern werden von unseren Kunden als Mediendienstleister wahrgenommen“, so Kalle. Mit der Kompetenz, die sich NINO-Druck im Laufe der vergangenen zwei, drei Jahre angeeignet habe, sei das Unternehmen weniger vergleichbar geworden. „Wir sprechen mit unseren Kunden heute häufig nicht mehr über Druckerzeugnisse, sondern über umfangreiche Lösungen, mit denen sie in ihrem Drucksacheneinkauf Einsparungen erzielen.“ Dank verschiedener vorbereiteter Shop-Konzepte sei es NINO-Druck möglich, die Anforderungen der Kunden später schnell umzusetzen. Die dahinter stehenden Prozesse wiederum ermöglichen auch dem Druckdienstleister effizientere Abläufe. So profitieren beide Seiten. „Wir arbeiten heute nur noch mit Obility und Prinect. Weitere Software gibt es bei uns nicht mehr“, stellte Kalle fest.

mediaprint mauthe kalender verlag hat mit Obility verschiedene alte, aus der Historie verschiedener Übernahmen vorhandene Lösungen, wie unter anderem zwei ältere ERP-Systeme, abgelöst. „Wir haben heute ein MIS mit einer Datenbasis für alle Geschäftsprozesse. Wir sind sehr froh, dass wir gewechselt haben. Das war zwar ein harter Weg. Dafür haben wir heute in der gesamten Auftragsabwicklung von der Online-Bestellung bis zur Auslieferung aber vollkommene Transparenz“, brachte Geschäftsführer Dominik Haake den Nutzen für sein Unternehmen auf den Punkt. Das Ergebnis sei eine enorme Zeit- und Kostenersparnis. Dank der Offenheit von Obility habe mediaprint mauthe kalender verlag das eigenentwickelte CRM-System mühelos mit der E-Business-Print-Lösung integrieren können.

Networking als wichtiger Teilbereich des Anwendertreffens

Bei solchem Wetter und mit diesem Ausblick wurde das gemeinsame Networking besonders genossen.

Das nehmen wir mit

Für uns war es ein tolles Event und auch die Teilnehmer gingen zufrieden nach Hause. Unsere Feedback-Fragebögen geben uns aber auch weitere Aufgaben, die wir für unser kommendes Anwendertreffen 2018 in Angriff nehmen möchten, denn auch wir möchten unsere Kunden zufriedenstellen und "voneinander lernen, miteinander profitieren".

Danke an alle Teilnehmer!