Homeoffice in der Druckbranche

Wie der virtuelle Arbeitsplatz das Berufsleben vereinfacht

Die Arbeit zuhause gehört heutzutage für viele Berufsgruppen und Firmen zum Alltag. Wo früher das Bild des einsamen Software-Entwicklers im Kellerraum in den Köpfen der Firmenchefs verankert war, zeigen heute immer mehr Verantwortliche durchaus Interesse am Homeoffice für ihre Mitarbeiter. Dies gilt längst nicht mehr nur in Kreativ-Berufen - auch Angestellte, die mit Zahlen, Daten und Fakten arbeiten, genießen die Vorteile der Heimarbeit. Doch kann dies auch für die Druckbranche interessant sein? 


Wie bei so vielen Dingen im Leben kann es auch hier kein pauschales "Ja" oder "Nein" geben. Natürlich kommt es auch in der Druckbranche darauf an, in welchem Bereich Ihr Mitarbeiter tätig ist. Wer als Drucker an der Offsetmaschine steht, kann dies natürlich nicht im heimischen Arbeitszimmer tun. Gleichwohl gibt es viele Berufsgruppen in Ihrer Druckerei, die mindestens einen Teil ihrer Zeit oder einen Teil ihrer Aufgaben von zuhause erledigen können.


Warum eigentlich Homeoffice?

Wenn Ihr Mitarbeiter mit der Bitte an Sie herantritt, für ein oder zwei Tage in der Woche von zuhause arbeiten zu dürfen, dann mag dies bei Ihnen zuerst einmal für Stirnrunzeln sorgen. Ein Mitarbeiter der Druckerei im Homeoffice? Wie soll das gehen? Alle Unterlagen sind hier, und auch die Kollegen müssen sich doch untereinander jederzeit erreichen und miteinander abstimmen können!

Vielleicht ist es an dieser Stelle hilfreich, sich zuerst einmal mit den Beweggründen des Mitarbeiters auseinanderzusetzen. Geht es hierbei um eine einmalige Angelegenheit, etwa, weil der Angestellte zuhause ein paar Handwerker koordinieren möchte und somit zuhause vor Ort sein muss? Dann wäre er vielleicht nur für ein paar Tage vom Arbeitsplatz weg.

Oder möchte Ihr Teammitglied an festen Tagen von Zuhause arbeiten, etwa, weil während dieser Zeit die Betreuung der Kinder sonst nicht möglich wäre? Dann müssen unter Umständen die Dienstpläne neu geschrieben und viele Arbeiten anders- bzw. umgeplant werden.

Oder geht der Wunsch nach Homeoffice vielleicht sogar von der Chefetage aus? Vielleicht bietet es sich an, Mitarbeiter an bestimmten Tagen von zuhause aus arbeiten zu lassen?

Welche Auswirkungen hat das Homeoffice?

Die pauschale Annahme, das Homeoffice würde den Mitarbeiter dazu verleiten gar nicht mehr zu arbeiten, ist durch viele Berichte widerlegt. Denn schließlich zählen am Ende des Tages die produzierten Ergebnisse. Diese müssen immer stimmen - gleich, wo der Mitarbeiter seine Arbeit erledigt.

Deswegen ist der Grundgedanke vieler Arbeitgeber auch falsch: "Der will zuhause doch nur die Füße hochlegen!" Dies lässt sich ganz einfach durch das Vereinbaren fester Arbeitsergebnisse umgehen - genauso wie im Firmenbüro.

Doch die Auswirkungen können für beide Seiten durchaus positiv und angenehm sein. Wenn Sie als Firmenchef es Ihren Mitarbeitern erlauben, ganz oder teilweise im eigenen Arbeitszimmer zu arbeiten, dann zeugt dies nicht nur von Vertrauen Ihrerseits. Sondern Sie tun Ihrem Angestellten womöglich einen riesigen Gefallen, der ihm sein gesamtes Leben erleichtert.

Wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Angestellten keinen Fehler gemacht haben, wird sich diese Investition doppelt und dreifach auszahlen. Ihr Mitarbeiter hat womöglich nun eine große Belastung weniger, die sich in einer höheren Motivation und einer festeren Bindung an Ihr Unternehmen auszahlt.

Das Homeoffice ist heute oft schon Standard

Das Arbeiten von Zuhause aus gehört heutzutage bei vielen qualifizierten Bewerbern zur Voraussetzung, überhaupt in einem Unternehmen anzufangen. Und auch in der Druckerei lassen sich Arbeiten finden, die ohne Probleme von einem anderen Ort erledigt werden können.

Denkbar wären hier neben dem Einkauf auch Marketing-Aktivitäten, das Controlling oder die Finanzbuchhaltung. Auch der Außendienst muss nicht immer wieder ins Büro kommen, sondern kann die Auftragsverwaltung auch ganz bequem vom heimischen Arbeitszimmer oder dem Küchentisch aus erledigen. Anders gesagt: Die moderne Druckerei hat moderne Software-Lösungen, die auch einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht im Wege stehen.

Je mehr Bewerbungsgespräche Sie in Ihrem Unternehmen führen, desto mehr werden Sie die Erfahrung machen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf den Bewerberinnen und Bewerbern oft wichtiger ist als das Gehalt oder der schicke Dienstwagen.

Kaum ein Vater, der heute nicht seine Kinder aufwachsen sehen möchte. Kaum eine junge Mutter, die nicht alsbald wieder zurück ins Berufsleben möchte - doch leider immer noch viele Chefs, die die Vorteile nicht sehen möchten. 


Die Vorteile vom Homeoffice (auch) in der Druckbranche

Leider glauben noch zu viele Unternehmer, dass das Auslagern der Arbeit in den Privatbereich der Mitarbeiter mehr Nachteile als Vorteile hätte. Dabei verschwenden heute viele Angestellte Zeit bei der Arbeit: Denn vor Ort zu sein, bedeutet nicht gleichzeitig auch wertschöpfend zu arbeiten.

Die physische Anwesenheit wird heute immer noch mit Arbeitsleistung gleichgesetzt - was natürlich nicht stimmt. Oft vergeuden Mitarbeiter ihre Zeit mit Dingen, die ihnen zwar Spaß machen, doch für das Unternehmen keinen Mehrwert bieten.

Mittlerweile scheint es beim Homeoffice sogar so zu sein, dass sogar deutlich mehr Leistung erbracht wird als im Büroalltag. Doch nicht nur das - auch die Erleichterung durch den Wegfall der Fahrtzeiten bringen Geld- und Zeitvorteile mit sich, die Arbeitnehmer durchaus zu schätzen wissen.

Und ein zufriedener Mitarbeiter ist ein Segen für den Chef, finden Sie nicht?

Fazit 


Ob das Homeoffice auch in Ihrem Druckbetrieb in Frage kommt, lässt sich sicherlich einfach überprüfen. Auch, ob überhaupt ein Interesse an der Heimarbeit besteht, können Sie ganz einfach erfragen. Vielleicht bringen Sie Ihre Mitarbeiter sogar auf ganz neue Ideen?

Unser Tipp: Geben Sie dem Homeoffice eine Chance, aber stellen Sie klare Regeln auf. Und was gäbe es Schöneres, als wenn Sie als Chef auch einmal den einen oder anderen Tag von zuhause arbeiten können, weil einfach alles läuft?

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