Die Sorgen der Geschäftsführung

... warum Sie von wichtigen Entscheidungen nicht verschont bleiben

Um Ihren Posten als Geschäftsführer bzw. Leiter eines Druckbetriebs dürften Sie heute nur die wenigsten Menschen ernsthaft beneiden. Die Druckbranche ist in den vergangenen Jahren von Umsatzrückgängen bis hin zu insolvenzbedingten Schließungen getroffen worden - ein Negativtrend, verursacht durch das Medien-Nutzungsverhalten der Konsumenten.

Wenn Inhalte seltener gedruckt, aber immer öfter digital verbreitet werden, trifft dies die Druck-Produzenten spürbar zuerst.
 Wer den Kopf in den Sand steckt und hofft, diese Entwicklung würde sich irgendwann von selbst erledigen, der würde seiner Funktion als Geschäftsführer nicht nur nicht nachkommen.

Schlimmer - er würde auch übersehen, dass sogar in dieser Krise eine handfeste Chance steckt.

Wenn Branchenanalysten in diesen Krisenzeiten von einer „allgemeinen Strukturanpassung“ sprechen, meinen sie nichts anderes, als dass Sie auch verdiente und langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen entlassen sollen. Natürlich ist Ihre Aufgabe alle Kostenstellen im Blick zu behalten. Kein Geschäftsführer kommt in seinem Berufsleben um das Aussprechen einer Kündigung herum. Aber die pauschale Lösung so mancher Unternehmensberater, einfach nur den Kostenfaktor Personal zu reduzieren, ist durchaus kritisch zu betrachten.

Jemand hat einmal gesagt: „Wenn Hunger nicht das Problem ist, dann ist Essen nicht die Lösung!“ Und ähnlich verhält es sich in Ihrem Umgang mit Ihren Angestellten: Wenn nicht Ihre Angestellten diese Krise verursacht haben, dann trägt deren Entlassung vielleicht auch nicht zwangsläufig zur Lösung bei.

Der Familienbetrieb Druckerei

Wer seinen Betrieb über viele lange Jahre aufgebaut hat, der weiß um die Wichtigkeit seines Teams. Nicht selten sprechen auch die Angestellten von „ihrem“ Betrieb, nicht selten wird die gesamte Belegschaft als eine große Familie betrachtet, in der es freundschaftliche Verbindungen weit über die Arbeit hinaus gibt. Wer einen Familienbetrieb in zweiter oder dritter Generation führt, wurde oftmals sogar von den eigenen Mitarbeitern ausgebildet.

Eine verfahrene Situation, an der ein Geschäftsführer auch zerbrechen kann. Und dennoch darf sich die Unternehmensführung (auch bei Familienbetrieben der „Familienrat“) nicht vor schwierigen Entscheidungen drücken. Der Wunsch nach dem Aufrechterhalten des Status Quo ist menschlich nur allzu verständlich, kann betriebswirtschaftlich aber schlimme Folgen haben. Doch wenn es gilt, den Fortgang des Unternehmen zu sichern, müssen Sie nicht nur sämtliche Kostenfaktoren im Blick behalten, Sie sollten auch die Chance erkennen, die Sie mit Ihrem Team gemeinsam ergreifen können.

Kosten vs. Einnahmen


Ihr höchster Kostenfaktor ist die Zeit - die Aussage „Zeit ist Geld“ bedeutet daher auch nichts anderes, als dass ein Mitarbeiter dem Betrieb seine Lebenszeit gegen ein Entgelt zur Verfügung stellt. Dass dieses Geld dann über den Verkauf von Druckprodukten verdient werden muss, ist natürlich klar. Dass aber nicht nur die an der Produktion beteiligten Personen, sondern alle Kostenstellen ihren Anteil vom Umsatz brauchen, zwingt einen Betrieb in die Knie.

Die „unsichtbaren Kosten“ sind gefährlich, denn jeder Flyer muss anteilig nicht nur das gesamte Personal, also auch den Controller, die Finanzbuchhaltung, den Einkauf oder die Reinigungskraft tragen, sondern auch alle anderen Betriebskosten wie Miete, Strom, Versicherungen, Rücklagen oder Bankkredite mit abdecken. Die Sorge eines Druckereibetriebs vor wegfallenden Einnahmen wird daher auch allzuoft von Kunden brutal ausgenutzt - denn kaum ist ein Preis kalkuliert wird um diesen Preis gefeilscht.

Mit dem günstigeren Angebot der Konkurrenz in der Hand, erwirken Interessenten einen Preisnachlass und nicht selten wird aus einer umfangreichen und cleveren Kalkulation eine simple Grenzkostenrechnung. Kostendeckend zu arbeiten reicht aber nie - besonders, weil die vorherige Kalkulation innerbetriebliche Abläufe berücksichtigt, die nun mit der panischen Reaktion des Geschäftsführers aus Sorge um den Verlust der Einnahmen komplett über den Haufen geworfen wurden - ein Teufelskreis, berücksichtigt man hier nur einmal den demotivierenden Aspekt für das Team.

Ihr höchster Chancenfaktor ist aber Ihr Personal! Deswegen ist es auch Ihre Aufgabe, alles dafür zu tun, Ihre Mitarbeiter nicht zu demotivieren.

Der Schlüssel zum Erfolg

Es liegt in Ihrer Verantwortung als Geschäftsführer, den Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten. Die Verantwortung, den Betrieb auch für die kommende Generation sichern zu müssen, wiegt schwer. Sämtliche Maßnahmen, die das Überleben der Druckerei bis heute gesichert haben, sind in der Regel nicht ausreichend dafür, den Erfolg in der Zukunft zu garantieren.

Ihr Unternehmen hat einen Zweck, nämlich Ihren Kunden zu nutzen. Als Unternehmer haben Sie eine Vision, Sie lieben und leben Ihre Werte, Ihre Kunden und natürlich Ihr Team. Und daher steckt in dieser Krise auch Ihre Chance. Ihre Aufgabe muss es sein, eine klare Strategie mit realistischem Ziel zu fahren - und vor allen Dingen produktive Arbeitsabläufe zu gewährleisten, die einen definierten Zeit- und Kostenrahmen nicht überschreiten.

Hier müssen Sie sich vom Status-Quo-Denken lösen - besser noch: Sie dürfen sich davon lösen, Ihren Betrieb so weiter zu führen wie bisher. Es ist keine Schande, sich einzugestehen, dass der eingeschlagene Weg nicht zum erhofften Ziel führt. Ein türkisches Sprichwort lautet: „Gleich, an welchem Punkt eines Irrweges man umkehrt: es ist immer ein Gewinn.“ Und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen auch den neuen Weg mit Ihnen gemeinsam.

Es wäre vermessen und geradezu unfair zu behaupten, Ihr Team würde sofort das Weite suchen, wenn es einmal schwierig wird. Im Gegenteil: Sie werden sich wundern, wie flexibel Ihre Angestellten sein können.

Raus aus der Zeit-gegen-Geld-Falle

Wenn die Druckbranche eines in der Vergangenheit (schmerzhaft) gelernt hat, dann, dass sie wandelbar ist und sich an Veränderungen anpassen kann. Und so können Sie auch vom Medien-Nutzungsverhalten der Konsumenten profitieren. Denn in dem Maße, wie die Anzahl der bestellten Druckprodukte in weiten Teilen abnimmt, so hat der Anspruch der Konsumenten an ihren Dienstleister zugenommen.

Das bedeutet heute, dass die Wandlung Ihrer Druckerei weg von einem reinen Produktionsbetrieb hin zu einem wertvollen Partner vollzogen werden kann, in der nicht so sehr das zu produzierende Druckprodukt im Vordergrund steht. Viel bedeutender ist es, wenn Sie es Ihrem Kunden im Rahmen seines Nutzungsverhaltens erlauben, ein Druckprodukt auch über das Smartphone 24/7 zu kalkulieren, zu editieren und zu bestellen.

Ermöglichen Sie es Ihren Geschäftskunden, Ci-konform standardisierte Produkte, aber auch Sonderaufträge oder immer wiederkehrende Weiterverarbeitungen zu kalkulieren und zu beauftragen. Sie müssen sich ab diesem Moment nicht mehr auf Ihre Stärken fokussieren, sondern auf Ihre Fähigkeiten. Das macht Sie unabhängiger und flexibler am Markt:

Wenn es Ihre Stärke war, hochwertige Bücher zu drucken, dann schränken Sie sich vielleicht zu sehr ein. Wenn es aber Ihre Fähigkeit ist, Ihren Kunden eine optimale Lösung anzubieten, Ihnen eine Last von den Schultern zu nehmen und ihnen den Rücken frei zu halten, dann ist das Ihre Chance.

Wie gehen Sie mit Entlassungen oder Versetzungen um?

Die eben beschriebene Idee kann Auswirkungen in zwei Richtungen haben: Sie ermöglichen sich auf der einen Seite den Weg aus der Zeit-gegen-Geld-Falle, indem Sie einen Großteil der Arbeitsschritte automatisiert abbilden und somit dem Anspruch Ihrer Kunden gerecht werden. Der andere Effekt darf nicht unerwähnt bleiben: Möglicherweise müssen Sie sich von einigen Mitarbeitern trennen.

Nicht unwahrscheinlich ist aber auch der Effekt, dass Sie Ihre Mitarbeiter an anderer Stelle einsetzen können - sei es statt im Druck nun im Versand, im Marketing, in der Technik oder in der FiBu. Verwenden Sie Mehreinnahmen und vor allen die gewonne Zeit, um Ihre Mitarbeiter auf die neue Positionen zu schulen, besprechen Sie mit Ihnen berufliche Ziele und zeigen Sie Ihnen, wie sie heute dazu beitragen, der Vision des Unternehmens jeden Tag ein Stück näher zu kommen.

Holen Sie sich Hilfe

Geschäftsführer in guten Zeiten zu sein ist einfach - doch gerade in der Krise zeigt sich, wer etwas von seinem Geschäft versteht. Es kann jedoch auch für „gestandene“ Unternehmer schwierig sein, Umstrukturierungen im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Wenn Sie in einer solchen Situation sind, kann es hilfreich sein, sich externe Hilfe ins Haus zu holen.

Beratende Fachleute haben einen distanzierten Blick und können im Betrieb neue Impulse setzen, wenn sie nicht nur einseitig auf die Kosten schauen.

Bei der Obility GmbH erfolgen viele wertschöpfende Leistungen bereits vor einer Beauftragung und sind daher in jedem Fall kostenfrei und unverbindlich. Dies schließt sogar Bedarfsanalysen bei Ihnen vor Ort mit ein. Wenn Sie daher Ihren Druckbetrieb noch nicht verloren geben möchten, Kosten sparen oder neue Märkte erschließen wollen, dann melden Sie sich bei uns. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.

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